13.10.2005

Lesestoff: Greg Bear - Das Darwin-Virus

Greg Bear - Das Darwin-Virus

ist eine durchaus interessante Fiktion darüber, was passiert, wenn sich uralte Fragmente unserer DNA wieder aktivieren und Änderungen bewirken, die scheinbar zum Wiedererwachen millionenalter Viren führen.

Soweit die Grundidee, der weitere Erzählstrang offenbarte sich mir schnell und ab etwa Seite 60 war mir zumindest klar, was die Auflösung des ganzen ist. Die gesamte Erzählung ist sehr straight, aber leider zögert Mr. Bear die AuflösungBestätigung der Geschehnisse lang hinaus, so das selbst extraintensives Kaugummi schon lange lasch ist...

Was mich sehr freute, war die extrem fundierte Basis aktueller Mikrobiologie und Genetologie, die von Bear als solider Ausgangspunkt für eine sehr interessante "Was wäre wenn"-Überlegung dient. Leider werden die politischen und sozialen Auswirkungen des SHEVA-Virus eher nur angeschnitten, dies scheint aber dann in der Fortsetzung "Darwin-Kinder" zu geschehen. Muss ich mal ordern, so lang komm ich mit meinen Büchern von Craig Shaw Gardner nicht mehr aus ;-)

Fazit: solide Unterhaltung für 8,95€, aber für mich noch etwas zu vorhersagbar. Dennoch immer wieder interessante Kurskorrekturen und solide Wissensbasis. Lohnt sich.

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