30.05.2006
Lesestoff: Alastair Reynolds - Chasm City
30.05.2006 20:23 / Kommentare (0) / Kommentieren? /
Kategorien: / Multimedia - Optik /
Wer in der Blogosphäre kennt eigentlich nach der Vorstellung durch Kris die Romane von Alastair Reynolds noch nicht? "Unendlichkeit", "Die Arche" und "Offenbarung" behandeln einen sehr guten Erzählstrang in einem ca. 700 Jahre in die Zukunft extrapolierten Universum, welches massive Fortschritte in Nanowissenschaft und Kommunikationstechnologie gemacht hat, jedoch an der Lichtbarriere scheitert und somit Nachrichten wie Schiffe Jahre, ja Jahrzehnte benötigen, um von einer Kolonie zur nächsten zu reisen.
Mitten in diesem Szenario wurde als zweiter Band "Chasm City" veröffentlicht, welche einen Nebenschauplatz näher enthüllt. Und mit was für einer Story ...
Tanner Mirabel, ein Killer, verfolgt einen Aristokraten des Planeten Sky's Edge, der seinen letzten Arbeitgeber und dessen Frau (des Killers Love Interest) erledigte und ihn schwer verwundet zurückliess. Infiziert von einem Indoktrinationsvirus ("Missionieren einfach gemacht dank Nanotechnik") erlebt Mirabel Episoden aus dem Leben Schyuler Haussmanns, dem Grossen Verräters/Heldens von Sky's Edge und reist nach einem Anschlag auf einen Raumlift ins System von Yellowstone, wo er merkt, das er selber verfolgt wird, und anstatt der erwarteten, grossartigen demarchistischen Kultur und Technik ein massiver Nanotechnikvorfall massive Schäden im ganzen vernetzten Sonnensystem anrichtete. Ausserdem bringt das Indoktrinationsvirus Traumszenerien hervor, die kaum vorprogrammiert sein konnten ...
Hervorragend dichte Noir-Geschichte, in einem Setting, welches das Beste aus Blade Runner und Cyberpunk vereint. Und aufgrund der vielen hervorragenden Beschreibungen ein Kopfkino, das einem zum träumen verhilft... *seufz*
Hatte ich schon "Kaufzwang!" ausgesprochen?






