30.05.2006

Lesestoff: Lois McMaster Bujold - Chalions Fluch

Lois McMaster Bujold - Chalions Fluch

Die Geschichte von Lupe de Cazaril (kurz Caz genannt), einem frisch entlassenen Galeerensklaven, und seinen Weg durch das Land Chalion. Als ehemaliger Festungskommandant, der nach einer Belagerung aufgrund einer Intrige für zwei Jahre auf See landete, sucht er eine ruhige Anstellung fern ab von der Hauptstadt Cardegross. Doch , wie üblich, kommt alles anders. Caz wird Schreiber und Lehrer für die Prinzessin Iselle und landet somit schneller dort, wo er nicht hinwollte, als das Wolken aufziehen können ...

Die sich entspannende Geschichte empfinde ich als sehr nett und durchaus packend geschrieben, gewürzt vom trockenen Humor Bujolds, den ich im Barrayar-Zyklus kennen und schätzen gelernt habe. Auch ging mir die durchaus starke Beschäftigung mit der chalionischen Religion und dem gar nicht mal so indirekten Einwirken der Götter nicht auf den Keks.

Aber: wer zum Geier hat in meiner Auflage das Lektorat verbrochen? Ich glaube, ich hatte noch nie ein Buch, bei dem ich so dermassen versucht war, es ein zweites Mal mit einem Textmarker und einem 5cm Stapel Post-Its durchzugehen, um es danach samt Beschwerde und eigener Bewerbung an den Verlag zu schicken. Von Bastei-Lübbe bin ich da nun wirklich besseres gewöhnt!

Trackbacks

Kommentare

Taleel / 30.05.2006, 23:49

Da kennst Du ein anderes Bastei-Lübbe als ich. Die hatten schon vor zwanzig Jahren gruselige Übersetzungen, die vor Fehlern nur so wimmelten. Heyne und Goldmann waren da wesentlich besser.

Ach ja, hättest Du nur was gesagt, dann hätte ich Dir "The Curse of Chalion" und "Paladin of Souls" geliehen...

Andreas / 31.05.2006, 11:10

Ach, die üblichen zwei bis fünf aufgefallenen Fehler auf hundert Seiten sind ja okay bzw. akzeptabel.

ABER: wenn ich fünf bis zehn Fehler auf zwei bis drei Seiten habe, sieht das schon ganz anders aus.... und das ist hier wirklich mal der Fall. Das tut echt weh :-(

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