30.05.2006

Lesestoff: Vernor Vinge - Die Tiefen der Zeit

Als ich mir mit gierigen Fingern "Die Tiefen der Zeit" aus dem Regal zog, hoffte ich aufgrund der Benennung und der Umschlaggestaltung auf einem weiteren Roman aus dem Universum des Denkens. Stattdessen bekam ich Kurzgeschichten. Und stellenweise was für welche.

"Die Plapperin" spielt als einzige Kurzgeschichte im genannten Universum, und war die erste Idee zu "Eine Tiefe am Himmel" und "Ein Feuer auf der Tiefe". Wer letzteren Roman kennt, wird die Plapperin direkt als Klauenwesen erkennen - der Rest darf sich überraschen lassen.

Sehr, sehr faszinierend ist auch "Wahre Namen", spielt es doch technisch gesehen etwas in der Zukunft, in einer sehr interessant vom Menschen interpretierten Cyberspace und dem kalten Gefecht zwischen Hackern, Crackern, der Regierung und einzenen Geltungsbedürfnissen. Und wer hier hinter die Nickname-Fassade einer Person kommt, kann weltliche Macht über diese erlangen...

Kurz: eine sehr umfassende Sammlung von Kurzgeschichten von Vernor Vinge, geschaffen in den letzten 30 Jahren, und jeweils vom Autoren neu kommentiert.

Empfehlenswerter Kauf.

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