
(Bildquelle: Amazon.de)In "Spin" wird im Rückblick aus die Ereignisse die Geschichte der Zwillinge Jason und Diane Lawton als ihres Freundes Tyler Dupree erzählt, die als Jugendliche miterleben, wie in einer jetztzeitlichen Realität eines Nachts die gesamte Erde in eine "Membran" eingehüllt und vom Rest des Universums abgeschnitten wird.
Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wird in "Spin" nun beschrieben, wie sich die Menschheit mit dem Himmelsphänomen "Spin" arrangiert und auf die Entdeckung reagiert, das diese Einhüllung die Erde "beschleunigte" - für jede auf der Erde vergangene Sekunde verstreichen im Rest des Universums etwas über drei Jahre Realzeit. Auf der wissenschaftlichen Jagd nach den Gründen für den Spin, dessen Verursacher und die Möglichkeiten zur Aufhebung desselben, wird schliesslich sogar eines der wagemutigstens Projekte realisierbar - die Terraformung und Besiedelung des Mars, zwecks Überlebenssicherung der Menschheit und zusätzlicher Forschungszeit in einem nicht-beschleunigten Kontinuum bevor die Erde durch die verstreifenden Millenien aus der lebensfähigen Zone des Planetensystems gerät und die sich irgendwann zum Roten Riesen aufblähende Sonne alles innerhalb der Marsbahn grillt.
Während Tyler Arzt wird und Diane in den Kreisen obskurer Endzeitsekten versumpft, stürzt sich Jason tief in die Wissenschaft und nutzt die Kontakte seines Vaters in die höchsten Wirtschafts- und Politikkreise, um hinter das Geheimnis des Spins zu kommen...
Dafür, das ich mir "Spin" aus Grumpfigkeit ob des nicht vorhandens sein weiterer Bücher des
Armageddon-Zykels kaufte, bin ich sehr angetan. Klar, an einigen Stellen wäre mehr Technik und Wissenschaft interessant gewesen und weniger des aus Tylers Ich-Perspektive geschriebenen Liebeswirrwarr zu Diane auch nicht verkehrt, aber es gibt als rückblickende Lebenserzählung Tylers dem ganzen auch einen menschlichen, leserbindenden Aspekt.
Fazit: interessante Idee, gute Ausführung und 9 Euro, die mich schliesslich sogar etwas Schlaf raubten.