(Bildquelle: Amazon)Clockwork Orange. Das Buch.Ich denke, über die Vorlage zum
Film muss man nicht viel schreiben, wenn man Kubricks Interpretation gesehen hat. Meines Erachtens äusserst nah am Original, lässt der Film wenige Szenen aus und nimmt nur wenige Änderungen von (so sind z.B. im Film Alex und seine Kumpane in weiss gekleidet, während es im Buch eine schwarze Klamottenzusammenstellung ist).
Das hervorstechendste Merkmal der Geschichte ist die verwendete Sprache bzw. das auftretende Idiom des
"Nadsat", welches im Film ja schon "echt horrorshow" rüberkam, aber im Buch noch wesentlich intensiver wirkt.
Was mich nach dem lesen des Buches etwas stört, ist das weggelassene Ende des Romans - Alex hatte ja nach seinem Selbstmordversuch (und der dadurch bewirkten Befreiung von der Anti-Gewalt-Konditionierung) einen Deal mit der politischen Führung geschlossen, über die Sache Stillschweigen zu bewahren und im Austausch dafür einen ruhigen Job erhalten und Straffreiheit erfahren.
Im Buch schliesst sich noch eine Szene an, in der Alex (nun einige Monate später und etwa 19-20 Jahre alt) eine neue Gruppe von Droogs hat, sich aber aus dem abendlichen Tollschocken immer mehr heraushält und eine merkwürdige Unrast verspürt. Schliesslich wird ihm nach dem Treffen eines seiner alten Droogs und dessen Ehefrau klar, das er erwachsen wird und auch vll. selber eine Familie gründen möchte.
Vielleicht ist dies eine etwas überzuckerte Moral der Geschichte, aber als durch die Wolken brechender Lichtstrahl zum Abschluss einer düsteren Nachtgeschichte äusserst schade wegzuschneiden.
Kurz: hervorragender Film, marginal noch besseres Buch.