18.02.2007

Kölsche Kamellenkrokodile - Neue Tierart entdeckt!

Heute wurde eine neue Tierart während des Hangelarer Veedelszoch entdeckt! Das "Gemeine Kamellenkrokodil"!

Es ist uns unter grossem Einsatz von "Kamelle!"-Rufen gelungen, die entdeckten drei Exemplare dieser wohl im normalen Alltag kaum wahrzunehmenden Spezies nach Hause zu locken, und durch die Gabe von Bonbons, Gummibärchen und Lakritzschnecken für einige wenige dokumentierende Schnappschüsse ruhig zu stellen.



Jedoch haben besagte Kamellenkrokodile offenbar aufgrund ihrer Lebensweise eine sehr hohe Nahrungsaufnahme, so das sie kaum geblitzt, sich auf die nächste Schüssel mit Kamellen stürzten und darin nahezu verschwanden.



Wir gehen davon aus, das sich die Angehörigen dieser wahrscheinlich nicht sehr populationsstarken Art vorwiegend während der sogenannten "Fünften Jahreszeit" aktiv verhalten (sich also einen Vorrat für die Hibernationszeit während des restlichen Jahres anfressen, neue Unterschlupfe suchen, fortpflanzen und schunkeln) und die restliche Zeit des Jahres in einer Art Winterschlaf verbringen.

Damit reihen sich die Kamellenkrokodile in die kleine Gruppe von Saisonalen Lebewesen wie der Weihnachtsmaus ein.

Die bisher verifizierten Fakten über diese noch wohl undokumentierte Tierart sind im kurzen zusammengefasst:

Bezeichnung: crocodilus kamellicus pauli
(bisher unbestätigter Namensvorschlag. Der Zusatz "pauli" entspringt einem kleinen Streifen Papier, den zwei der Exemplare am Ohr kleben hatte. Da bisher nicht bestätigt werden konnte, das es sich dabei um eine gattungsweite Eigenart handelt, oder nur aufgesammelter Strassenmüll, ist dieser Zusatz noch diskussionswürdig.)

Ernährung: Kamelle aller Art und Konsitsenz, bevorzugt wohl aber fangfrisch.

Verbreitungsgebiet: bisher nur im Bereich der Köln-Bonner Bucht nachgewiesen, entlang der Wege von Karnevalszügen. Es steht zu befürchten, das diese letzten Rückzugsgebiete im Laufe der nächsten Jahre aufgrund des wahrgenommenen Schwundes an Veedelszügen noch kleiner werden, und sich die Kamellenkrokodile in das tödliche Gewimmel zu LiKüRa- und Rosenmontagszügen werfen müssen, um genügend Kraft für die lange Zeit bis zum nächsten Jahr zu sammeln.

Körpermaße:
Körperlänge: beträgt rund zwei Gumibärchentüten


Höhe: etwa eine Gummibärchentütenhöhe


Breite: ebenfalls etwa eine Gummibärchentüte


Soweit wir das bisher bewerten können, handelt es sich bei diesen Exemplaren der Kamellenkrokodile um sehr possierliche und stubenreine Tiere, bis dato hinterlassen sie nur sehr viele Verpackungsreste. Wie ebenfalls bestätigt werden konnte, scheinen sie über einen gewissen Schunkel-Reflex zu verfügen, der nach den ersten Tönen klassischer Karnevalsmusik einsetzt. Es könnte sich hierbei um eine Art kollektive Partnerwerbung handeln, der zu Fortpflanzungszwecken eingesetzt wird. Eine besonderes starke Reaktion konnte auf Lieder wie den "Buuredanz" vermerkt werden. Dabei kam es zu besonders starken Schunkelbewegungen und Selbstdrehungen passend zum Liedtext. Es steht zu vermuten, das die starke Spezialisierung der Kamellenkrokodile zu einer Beobachtung und Adaptierung des Verhaltens der sogenannten Jecken führte, vergleichbar zu den Klingelton-pfeifenden Amseln.

Hierzu auch noch ein relevanter Ausschnitt aus einem Interview, welches kurzfristig via ICQ anberaumt und durchgeführt wurde:

Aethelreth: ich schreibe grade meinen Entdeckungsbericht zur neuen tierart der Kamellenkrokodile....
_Nici: ???
Aethelreth: http://www.andreas-rauer.de/blog/XE3system/uploads/437-Kamellenkrokodile_Gruppenfoto.jpg
_Nici: sind die stubenrein???
Aethelreth: bis jetzt ja.
Aethelreth: nur etwas verfressen...
_Nici: aber süß
_Nici: brauchen sie viel zuneigung?
Aethelreth: nun, im Moment benötigen sie viele Kamelle. Schliesslich haben sie nur wenige Züge Zeit, sich genügend Vorrat anzufressen, um die Zeit bis zur nächsten Session in einer Art "Winterruhe" zu überstehen
_Nici: aber wenn man sie als haustiere hält, kann man auch dafür sorgen und mitsammeln, falls sie mal erwachen
Aethelreth: ich fürchte, das muss man sogar. Es steht zu befürchten, das es sich bei dieser Tierart um eine aktiv vom Aussterben bedrohte Rasse handelt, so das man jene wenigen Restexemplare schützen und unterstützten muss, wo es nur geht.
_Nici: oder man sieht sie einfach nur so selten, da ihre jahreszeit sehr kurz ist
Aethelreth: auch dies ist ein zu berücksichtigender Faktor. Es würde ausserdem erklären, warum viele der gesammelten Tüten mit Kamellen sich innerhalb von Rekordzeiten auch wieder leeren, und sich niemand das bisher zu erklären vermochte. Es steht zu vermuten, das sich die Kamellenkrokodile sogar aktiv bis in die Behausungen der Zugbesucher schleichen um sich dort von gesammelten Süssigkeiten zu ernähren.
Aethelreth: es besteht aber auch die Möglichkeit, das vereinzelte Kamellenkrokodile während des Umzugs für Wurfmaterial gehalten werden, somit in den Taschen der Jecken landen und auf diesem Wege in warme Behausungen finden.
_Nici: zu erstens: dies ist aber auch nötig, da der mensch in die natürlich räume dieses kamellenkrokodils eingedrungen ist und so den tieren keine andere möglichkeit geboten wird.
_Nici: zu zweitens: in diesen behausungen finden sie jedoch nicht immer schutz, da sie ihre nahrung da mit anderen menschen und anderen kamellenkrokodilen teilen müssen
Aethelreth: Dies ist wohl das Risiko eines jeden "Kulturfolgers", wir werden uns jedenfalls aufs stärkste für den Erhalt jener possierlichen Kamellenkrokodile einsetzen.
_Nici: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Trackbacks

Kommentare

Selber kommentieren?











[←neuere Einträge] [ältere Einträge→]